Schon während meiner aktiven Zeit als Tänzer habe ich immer auch als Choreograph und Lehrer gearbeitet. In all den Jahrzehnten, in denen ich Tänzer und Tanzbegeisterte ausgebildet habe, hat mich das tiefgreifende Verstehenwollen von Anatomie, Motivation und den Urgründen des Menschsein niemals losgelassen.

Der Versuch, Menschen in all ihren verschiedenen Aspekten zu erfassen, ist der grundlegende Antrieb meines Lebens. turning point entstand aus der Faszination heraus, dass jeder seinen individuellen Platz in der Welt und oft auch in der Kunst oder jedem anderen kreativen Bereich finden kann. Ich habe nicht nur viele Jahre Menschen beim körperlichen Training begleitet, sondern vor allem auch gecoacht, beraten, unterstützt, angetrieben und ihnen wiederholt geholfen, ihre mentalen Klippen zu erkunden, um diese oft zu Unrecht ungeliebten Seiten, in ihr menschliches und künstlerisches Wesen zu integrieren.

In Verbindung mit meiner eigenen Geschichte, die mich nicht nur mit narzisstischem Missbrauch verschiedenster Form konfrontiert hat, da meine, oft als eigenwillig betrachtete Sichtweise über das Menschsein und dem damit verbundenen Ausdruck meines Ichs, wurde ich immer wieder aus der Norm der Gesellschaft herauskatapultiert und habe dadurch gelernt meinen eigenen Weg zu gestalten und zu gehen.

Dies hat mich dazu gebracht verstehen zu wollen und ich begann damit, mich mit dem was uns wirklich ausmacht, in all seinen unterschiedlichen Aspekten, intensiv zu befassen. Was ist der grundsätzliche Antrieb eines Lebens? Warum hassen Menschen? Wie stellt sich der Zusammenhang zwischen Bewegung und Gehirnaktivität dar? Was bedeutet Neuroplatizität für die Gefühle und den Körper? Wie findet man seinen Weg unabhängig von einer materialistisch-narzisstischen Gesellschaftsform? Aus all diesen Fragen ist turning point entstanden.

Durch die Beschäftigung mit Körpern und ihren Funktionsweisen und gleichzeitig mit Blick auf den Wunsch nach Kreativität, der jedem Menschen innewohnt, wurde mir klar, dass es niemals eine allgemeingültige Technik geben kann, weder für den Körper noch für die Psyche oder wenn man so will, für die Seele. Über die Jahre sind in all diesen Bereichen ganz großartige Techniken zur Unterstützung entstanden und doch bleibt immer die Aufgabe, diese an die ganz persönlichen Befindlichkeiten des einzelnen Menschen anzupassen. Besonders interessiert mich inzwischen die besondere Verbindung von Körper, Gefühl und den gespeicherten Abläufen im Gehirn. Das große Feld der Neuroplastizität ist eine der neuen und faszinierenden Themen, die ganz neue Sicht- und damit verbundene Arbeitsweisen ermöglichen.

In allen Bereichen gibt es so viel Wunderbares und Faszinierendes zu entdecken und turning point ist als gemeinsame Reise mit Euch und mir und vielen interessanten Menschen gedacht, die in all diesen Richtungen ihr Interesse und ihre Leidenschaft leben.

Seitenfanfang