Verblüffend Einfach

oder ‚Bullerbü urban‘

Das ist Oskar. Oskar ist mit einem seiner Hobbies dieses Sommers beschäftigt. Die selbstgesteckte Vergnüglichkeit besteht darin, mit den Vorderpfoten in großen Pfützen Luftblasen zu produzieren und in diese dann reinzubeißen. Eigentlich könnte ich hier aufhören. Besser kann man unser Bullerbü-Gefühl dieses Sommers nicht beschreiben. Tu ich aber nicht. Hier aufhören meine ich. Jetzt kommen meine selbst produzierten Luftblasen.

Erster Ferientag und Oskar zog bei mir ein. Er war sicher die richtig Entscheidung getroffen zu haben und gab sich (er möge mir verzeihen) mopsfidel. Die Sonne hatte sich dieses Jahr Berlin als Urlaubsregion ausgesucht und mit dem ersten Ferientag begann der kollektive Berliner Abmarsch aus der Stadt. Wenige blieben übrig. Und auf einmal gab es eine Menge Platz in unserer sonst dicht bewimmelten, betonalen Wahlheimat.

Oskar und sein Herrchen (das bin ich) machten unseren Kiez zur ganz persönlichen Ferieninsel. Morgens zogen wir los. Den Rucksack gefüllt mit Kaubeschäftigung für Herr und Hund und einer Flasche deliziöses, hammerhartes Berliner Leitungswasser. Und dann gings um die Häuser. Vom Hundeplatz zur Hundewiese (halboffizielles Freilaufgebiet) zum Hundewald (Achteloffiziell). Aber Belin wäre nicht Berlin wenn man sich so ganz und gar an die Gesetzvorgaben halten würde. Das würde den Geist der Stadt kaputt machen und wir wollten nicht an dieser verstörenden Möglichkeit Schuld sein. Also rannte und hopste und kullerte Oskar über und unter unzählige neue Hundekumpels und Kumpelinnen. Unbeeindruckt durch ihre achteloffizielle Leinenfreiheit. Und all die Vierbeiner kamen, am anderen Ende ihrer nicht befestigten Leine, mit witzigen und spannenden und weniger spannenden Hundefreaks. Aus irgendeinem Grund haben wir, die Herrchen und Frauchen und Herrchenfrauchens uns weniger übereinander gekugelt. Abends sind wir dann sattzufrieden und strandmüde nach Hause gekommen. Kuscheln. Pennen. Und dann kam der nächste Astrid-Lindgren-Morgen.Die Tage platzten aus ihren Sonnenaufgangsnähten, prall gefüllt mit Freiheit und dem Glück zu sein.

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